Digitaler Holocaust-Dialogpartner RENE

Der “Digitale Holocaust-Dialogpartner RENE” der Künstlergruppe “aagauschwitz” wird ein online benutzbares Computerprogramm sein, mit der Fähigkeit, im Rahmen des Holocaust-Themas Antworten zu geben und Fragen zu stellen. Mit dem Ziel, Dialoge führen zu können und dabei Kenntnisse des Holocaust zu vermitteln und zu vertiefen. Damit ist der DHDP RENE dem ersten solchen Programm von Joseph Weizenbaum, der digitalen Psychotherapeutin ELIZA, nachempfunden. Der DHDP RENE wird technisch als “Chatbot” bezeichnet und wird im selben Sinn “Künstliche Intelligenz” sein wie ELIZAs Nachkommen, die als Online-Verkaufsberater für VW und DaimlerChrysler Autos anpreisen oder als Online-Geschichtslehrer die Möglichkeit bieten, mit Stalin oder Hitler “zu sprechen”. Langfristig soll RENE eine Online-Personality werden: ein digitales Symbol – ein Aktivist des Antifaschismus und der menschlichen Vernunft!

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5D-Kino: Deutschlandpremiere in Berlin

5D-Kino: Deutschlandpremiere in Berlin

Kino für alle Sinne in den Hallen am Borsigturm ab 20.1.2006

Das PRIME CINEMA 5D zeigt ab dem 20.1. im CineStar Tegel drei 3D-Filme, die der Besucher mittels “Sensory Seats” auch fühlen und riechen kann. Die drei Filme “Odyssee 5D”, “SOS Planet 5D” und “Haunted House 5D” sind täglich von 13:45 Uhr bis 21:45 (Freitag und Samstag bis 23:15 Uhr) im halbstündlichen Wechsel zu sehen.

CineStar Kinos

Das soziale Netz

Textarchiv der Berliner Zeitung

Datum: 26.01.2006, Ressort: Feuilleton, Autor: Holm Friebe, Kathrin Passig

DAS NÄCHSTE GROSSE DING: Das soziale Netz

“In Deutschland breitet sich derzeit OpenBC aus, eine Mitte 2003 gegründete Plattform für “Businesskontakte”. Sie übersetzt die alte Idee des Vitamin B als Karriereschmiermittel ins nichthierarchische Internet: Bei 30 unmittelbaren Kontakten wächst die Zahl der Kontakte dieser Personen schnell auf über tausend, die man zwanglos unter Verweis auf den gemeinsamen Bekannten kontaktieren kann. Auffällig ist, dass die Menschen in diesem geschützten Bereich anders als in sonstigen Foren unter Klarnamen auftreten und bereitwillig berufliche Daten preisgeben, in der Hoffnung, darüber neue Perspektiven zu generieren.”

“Plattformen wie Orkut, Friendster oder MySpace versuchten diesen ursprünglich eher informellen und verstreuten Vorgang mit unterschiedlichem Erfolg zu kanalisieren.”

“Verschiedene Fotocommunities, allen voran natürlich flickr, die mittlerweile zahlreichen öffentlichen Bookmarksammlungen wie del.icio.us, Digg oder Reddit und kollektive Blogs”

“seit web-basierte Tools wie Writely und JotSpot den alten Menschheitstraum der gemeinsamen Bearbeitung von Worddokumenten, Excel-Dateien und Meetingnotizen wahr werden lassen.”

Roy Ascott über Medienkunst

Außerdem könne, so Ascott, in diesen Partizipationen im und am elektronischen Raum nicht mehr klar unterschieden werden zwischen ›Künstler‹ und ›Betrachter‹, zwischen ›Produzent‹ und ›Konsument‹: »Man kann nicht mehr länger am Fenster stehen und die von jemand anderem komponierte Szene betrachten, man ist vielmehr eingeladen, die Tür zu einer Welt zu durchschreiten, in der Interaktion alles ist.«
Medien Kunst Netz | Medienkunst im Überblick | Kommunikation

Archiv der Medienkunst

Die Tätigkeit des Archivars wird sich nicht länger auf Sammeln und Konservieren beschränken, sondern immer stärker die Mithilfe beim Knüpfen von Verbindungen inkludieren. Unter Berücksichtigung dieser flüchtigen Entität, des Web, und insbesondere der Aktivitäten von Künstlern, Theoretikern und Forschern im Web (oder in Interaktion mit dem Web) besteht der beste Ansatz demnach darin, nicht krampfhaft zu versuchen, alles zu bewahren, sondern eher das zu bewahren, was Verständnis erzeugt.

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