Dein Eintrag bei Wikipedia kostet: … MyWikiBiz

Wikipedia ist ursprünglich eine nichtkommerzielle Online-Enzyklopädie. Das Wissen der Welt soll umsonst zur Verfügung gestellt werden. Dafür schuften tausende von AutorInnen weltweit OHNE HONORAR! Durch diese MitarbeiterInnen wurde damit eine Suchmaschine geschaffen, die mehr BesucherInnen im Web den Weg weisst, als viele kommerzielle Suchmaschinen zusammen! Und TRAFFIC ist das Zauberwort in der Welt des kommerziellen Internets.

Das Phänomen dahinter ist vermutlich folgendes: wenn wir LeserInnen einen redaktionellen Beitrag, beispielsweise im REISEN-Teil der Süddeutschen Zeitung lesen, dann ist die Empfehlung für ein Hotel in Berlin aus diesem Beitrag für uns mehr wert, als der Eintrag dieses Hotels in den Gelben Seiten von Berlin! Wenn Sie aber wüssten, dass der Autor dieses Artikels in der SZ von dem erwähnten Hotel einen festen Betrag, nehmen wir an 100,- Euro für die Erstellung des Beitrags bekommen hat, würden Sie dann dort immer noch ein Zimmer buchen?

Was für die SZ noch nicht möglich ist, bietet eine US-Firma für Wikipedia an. Ein einfacher “Stub” kostet 49,- Dollar:

MyWikiBiz – Company Homepage

Veröffentlicht unter Online

Ein Argentinier will ein globales Netz billiger WLAN-Internetzugänge stricken.

Berliner Zeitung, 8.7.2006, Thomas H. Wendel

Die spanische Firma Fon will ein globales Netz von drahtlosen Internetzugängen (“Hotspots”) schaffen. Diese öffentlichen Funkzellen funktionieren auf Grundlage der WLAN-Technik und decken maximal eine Empfangsgebiet von 100 Metern um den Sendestandort ab. Fon unterscheidet dabei zwischen drei Mitglieder-Typen, die unterschiedlich behandelt werden:

Der “Linus” ist benannt nach dem Entwickler des freien Computer-Betriebssystems Linux, Linus Torvalds. Linus- Kunden sind freigiebig. Sie erlauben allen anderen “Foneros”die Mitnutzung ihres Internetzugangs. Dafür dürfen sie im Gegenzug über alle anderen Fon-Hotspots weltweit kostenlos surfen oder per Web telefonieren.

Der “Alien” ist ein Fremder im Netz. Er hat keinen eigenen Hotspot bereit gestellt. Er nutzt nur die WLAN-Zugänge der Fon-Mitglieder und muss dafür dann aber zahlen. Die Einnahmen gehen an Fon oder an Mitglieder der dritten Kategorie, die “Bills”.

“Bill” stellt seinen Hotspot zwar zur Verfügung, will dafür aber Geld sehen. Es wird gemunkelt, der Namenspate für diese Geld-fixierte Spezies sei Microsoft-Gründer Bill Gates. Offiziell leitet Fon jedoch “Bill” vom englischen Wort bill (Rechnung) her.

Textarchiv : Berliner Zeitung : TELEKOMMUNIKATION / “EasyJet des Datenfunks” / Ein Argentinier will ein…

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