“CODES – Die Kunst der Verschlüsselung” von Simon Singh

CODES - DIE KUNST DER VERSCHLÜSSELUNG von Simon Singh

Die schottische Königin Maria Stuart hatte 1587 ihren Kopf verloren, weil eine scheinbar sichere Verschlüsselung der Nachrichten an ihre Mitverschwörer von den Engländern geknackt worden war und die Anklage wegen Konspiration dadurch vor Gericht bewiesen werden konnte. Das ist schon einige hundert Jahre her und die Technologien zur Ver- und Entschlüsselung von Informationen sind seitdem immer komplexer geworden. Spätestens seit dem Eindringen des Internets in den Alltag ist es auch für Privatmenschen zur Überlebensnotwendigkeit geworden, den Unterschied zwischen unsicheren und sicheren Codes zu verstehen, um in der beschleunigten Welt der Matrix nicht den Verstand zu verlieren. Weiterlesen

Wikipedia über Walter Höllerer – Recherchen zur Entstehungsgeschichte des enzyklopädischen Internet-Artikels

Medienwissenschaftliches Seminar im FB Medienberatung der TU-Berlin im Sommersemester 2010. Dozenten sind Dipl.-Medienberater Frieder Bronner, Dr. phil. Marduk Buscher, Prof. em. Dr. Friedrich Knilli. Jeden Donnerstag von 12 – 14 Uhr, Raum EB 417. Erster Termin 22. April.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine der meistbesuchten Webseiten der Welt. Die Wikipedia ist gemeinnützig organisiert, kommt ohne Werbung aus und wird von ehrenamtlichen Redakteuren erstellt, die im Internet gemeinsam enzyklopädische Artikel erstellen. Die Informationen aus Wikipedia werden systematisch und massenhaft kopiert und weltweit verbreitet. Es gibt viele Versuche, die Qualität der Wikipedia-Artikel zu messen und zu beurteilen. Das System Wikipedia ist jedoch so neu wie der Buchdruck im Moment seiner Erfindung und alle Versuche, Wikipedia zu erklären, müssen sich ständig erneuern, weil Wikipedia selbst permanent überarbeitet und erweitert wird. Die Internetforschung ist noch eine junge Forschung, deshalb werden im Seminar die Forschungsmethoden einen Schwerpunkt bilden (qualitative Medienforschung, Grounded Theory, Digitale/Design Ethnography, Software für quantitative Methoden der Text- und Prozessanalyse).
Weiterlesen

Über die Relevanz des „Lion-Feuchtwanger-Artikels“ in der deutschsprachigen Online-Enzyklopädie Wikipedia.de

Die Webseite “www.wikipedia.org” der Online-Enzyklopädie “Wikipedia”, mit Versionen in über 250 Sprachen, behauptete sich auch im Jahr 2009 unter den zehn meist genutzten Webseiten weltweit! Die Inhalte von Wikipedia stehen kostenlos zur Verfügung, dürfen kopiert, modifiziert und weiterverbreitet werden, was massenhaft genutzt und wiederum von Wikipedia dokumentiert wird. Deshalb kann vorausgesetzt werden, dass die Wirkung von Wikipedia weit über das Internet hinausreicht! Aus Anlass des 50. Todestages von Lion Feuchtwanger wollte ich wissen, wie sich die Abrufzahlen des Feuchtwanger-Artikels durch die gesteigerte, öffentliche Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit diesem Gedenktag veränderten.

Herunterladen: PDF-Datei: Über die Relevanz des „Lion-Feuchtwanger-Artikels“ in der deutschsprachigen Online-Enzyklopädie Wikipedia.de, Berlin 2010

Die Abenteuer des Werner Holt – Roman einer Jugend: das Ende des zweiten Weltkriegs aus der Sicht eines Oberschülers

Der Roman “Die Abenteuer des Werner Holt – Roman einer Jugend” von Dieter Noll beschreibt die letzten beiden Jahre des Dritten Reichs: ein paar Oberschüler melden sich gemeinsam zum Flakhelferdienst und wollen Ihren Teil zum Sieg im Volkskrieg beitragen. Sie reagieren ganz verschieden auf die Realität des Krieges und der nationalsozialistischen Greueltaten. Im Buch wird diese deutsche Geschichte aus der Sicht des Jungen Werner Holt erzählt, wie er mitten im grossdeutschen Schlamassel steckt und gleichzeitig versucht, erwachsen zu werden. Dieter Noll erzählt detailliert und anschaulich, lässt seinen Holt beispielhaft erleben, was 1943 bis 1945 in Deutschland passiert ist. Die DEFA hat den Roman 1965 verfilmt. Weiterlesen

Bücher umsonst in den MEDIENPOINTS

Futter für Leseratten

Futter für Leseratten

Der Überfluß machts möglich: für Leseratten gibt es kostenloses Futter in den MEDIENPOINTS! Jede/r kann sich in den Läden des “Kulturring in Berlin e.V.” drei Bücher umsonst mitnehmen. Jedesmal. Einfach mal reinschauen – in Berlin in Schöneberg, Tempelhof, Charlottenburg, Spandau, Pankow, Friedrichshain, Reinickendorf, Lichterfelde, Steglitz.

Adressen auf der Webseite des Kulturring: http://www.kulturring.org/foto-medien.htm

Und wer Bücher loswerden will, kann sie dort abgeben: “Die Spenden kommen insbesondere sozialen Einrichtungen wie Senioren- und Nachbarschaftsheimen, Krankenhäusern und Schulen zugute”.

The (german) World according to Wikipedia – die (deutsche) Welt aus der Sicht von Wikipedia

Eine Einführung zur Diplomarbeit “Lion Feuchtwanger bei Wikipedia” – von Frieder Bronner

Die Webseite “www.wikipedia.org” der Online-Enzyklopädie “Wikipedia”, mit Versionen in über 250 Sprachen, behauptete sich im Jahr 2008 unter den zehn meist genutzten Webseiten der Welt. Die Inhalte von Wikipedia stehen weltweit kostenlos zur Verfügung, dürfen kopiert, modifiziert und weiterverbreitet werden, was massenhaft genutzt und wiederum von Wikipedia dokumentiert wird. Deshalb kann vorausgesetzt werden, dass die Wirkung von Wikipedia weit über das Internet hinausreicht.

Die 35-Pfennig-Briefmarke Feuchtwanger

In der Diskussion über diese größte, kollektive Wissenssammlung der Menschheit wird immer wieder die “zweifelhafte Qualität” der Artikel in Wikipedia angeführt. Dazu habe ich den Artikel über “Lion Feuchtwanger” im deutschsprachigen Wikipedia untersucht und in meiner Diplomarbeit zur Qualität der Artikel in Wikipedia festgestellt: “das wesentliche Qualitätsmerkmal der Artikel in Wikipedia ist die Transparenz der Organisation selbst und des Produktions- prozesses der Artikel. Einzelne Artikel können mangelhaft sein, die Struktur ist offen und vertrauenswürdig.” (S. 27)

Einen Beitrag über „Lion Feuchtwanger“ gibt es bei Wikipedia in zwanzig Sprachen, acht Prozent aller in Wikipedia vorkommenden Sprachen. Seit 2002 haben sich über hundert Autoren am deutschen Feuchtwanger-Artikel beteiligt. Weiter finden sich in der deutschen Wikipedia Artikel verschiedener Länge und Qualität zu seinen Romanen: “Jud Süß“, “Erfolg“, “Die Geschwister Oppermann“, “Josephus-Trilogie“, “Der falsche Nero“, “Die Füchse im Weinberg“, “Goya oder der arge Weg der Erkenntnis“, “Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau” und “Die Jüdin von Toledo“. Außerdem gibt es Verweise zu und Nennungen von Lion Feuchtwanger in mehreren hundert anderen deutschsprachigen Wikipedia-Artikeln.

Weiterlesen

Des Teufels General

Speed - eine Gesellschaft auf Droge
Während Medien und Öffentlichkeit einen Krieg gegen das weit verbreitete, organische Cannabis und das darin enthaltene THC führen, haben sich so genannte “Designerdrogen” ihren festen Platz in der Leistungsgesellschaft erobert. Es wird fein unterschieden zwischen “guten” und “schlechten” Drogen, “sinnvollen” und “schädlichen”, “legalen” und “illegalen” Drogen. Eine Hauptkomponente dieses “Gut-Böse-Spiels” ist die Droge “Speed”, das synthetisch hergestellte “Amphetamin”, weil es in verschiedensten Versionen mal legal, mal illegal, als Medikament genauso wie als Spassdroge, oft mit Alkohol und anderen “harten” Drogen angeboten, angepriesen, verschrieben, massenhaft konsumiert wird. Wer beim Haschischrauchen erwischt wird, riskiert heute in der BRD den Führerscheinentzug. Auch deshalb wird Speed in Zeiten zunehmender Drogenkontrollen gerne konsumiert, weil sein Gebrauch nur schlecht nachweisbar ist. Das chemische Herstellungsverfahren garantiert außerdem stabile Billigpreise und massenhaften Nachschub. “Speed” ist ein Bestseller im Angebot der legalen und illegalen Pharmaproduzenten.

Weiterlesen

William Gibson zum 60. Geburtstag

“In William Gibsons neuestem Roman “Spook Country”, der auf
Deutsch gerade unter dem Titel “Quellcode” erschienen ist,
unterteilt der Techno-Nerd Bobby Chombo sein ständig
wechselndes Arbeits- und Wohnloft nach dem GPS-Raster
in 2×2 Meter große Quadrate – und schläft nie zwei Nächte
hintereinander in derselben Parzelle.”

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/755740/

Weiterlesen

TP: Rock Me, Aphrodite

Telepolis, Antje Wegwerth, 24.05.2006

Wahnsinnig schöne Gedanken, das Glücksgefühl in der Mathematik, kulturelle Katastrophen und Lustfeindlichkeit. Ein Interview mit Friedrich Kittler
[extern] Friedrich Kittler gilt als prominentester Medientheoretiker Deutschlands. Jetzt hat er seinen Ausstieg aus der Medienwissenschaft erklärt. Der 62-Jährige kehrt in seinem Spätwerk zu den Vorsokratikern zurück. Warum, erzählt er im Interview.

TP: Rock Me, Aphrodite

TP: Tune in, turn on, boot up

Telepolis, Mathias Bröckers, 05.07.2005

Wie die Gegenkultur der 60er Jahre zum Personal Computer führte – Ein Report aus der Frühgeschichte des Silicon Valley
Kaum ein Kapitel der Technikgeschichte ist ausführlicher beschrieben worden als die Entstehung des Personal Computers. Die üblichen Abhandlungen darüber beginnen mit Steve Jobs, Steve Wozniak und dem ersten Apple-PC 1976, um sich dann, nach einem kurzen Rückblick auf den Altair-Computer (1974), der legendären First West Coast Computer Faire (1977), dem IBM-PC (1981) und allem, was folgte, zu widmen. Die etwas avancierteren Historien berichten dann vielleicht auch noch davon, dass Steve Jobs im “Palo Alto Research Center” (PARC) von Xerox, wo man am Büro der Zukunft herumtüftelte, die Ideen für den ersten “Mac” aufsaugte und umsetzte – um dann seinerseits von einem gewissen Bill Gates beklaut zu werden

TP: Tune in, turn on, boot up