Wikipedia über Walter Höllerer – Recherchen zur Entstehungsgeschichte des enzyklopädischen Internet-Artikels

Medienwissenschaftliches Seminar im FB Medienberatung der TU-Berlin im Sommersemester 2010. Dozenten sind Dipl.-Medienberater Frieder Bronner, Dr. phil. Marduk Buscher, Prof. em. Dr. Friedrich Knilli. Jeden Donnerstag von 12 – 14 Uhr, Raum EB 417. Erster Termin 22. April.

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine der meistbesuchten Webseiten der Welt. Die Wikipedia ist gemeinnützig organisiert, kommt ohne Werbung aus und wird von ehrenamtlichen Redakteuren erstellt, die im Internet gemeinsam enzyklopädische Artikel erstellen. Die Informationen aus Wikipedia werden systematisch und massenhaft kopiert und weltweit verbreitet. Es gibt viele Versuche, die Qualität der Wikipedia-Artikel zu messen und zu beurteilen. Das System Wikipedia ist jedoch so neu wie der Buchdruck im Moment seiner Erfindung und alle Versuche, Wikipedia zu erklären, müssen sich ständig erneuern, weil Wikipedia selbst permanent überarbeitet und erweitert wird. Die Internetforschung ist noch eine junge Forschung, deshalb werden im Seminar die Forschungsmethoden einen Schwerpunkt bilden (qualitative Medienforschung, Grounded Theory, Digitale/Design Ethnography, Software für quantitative Methoden der Text- und Prozessanalyse).
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Bernard Buffet – “der letzte berühmte Maler” im Internet

Écorché von Bernard Buffet
Écorché von Bernard Buffet

Eine Ausstellung im MMK Museum für moderne Kunst, Frankfurt, hat mich auf dieses französische Original aufmerksam gemacht. Bernard Buffet erzählte noch Geschichten in Bildern: grossformatig, expressiv, realistisch, surrealistisch, poppig, unverwechselbar. Andy Warhol hat ihn den letzten berühmten Maler genannt. In Frankreich wurde er als Picasso´s Nachfolger präsentiert. Hunderte seiner Bilder können im Internet betrachtet werden – insgesamt soll er über 8000 Ölbilder produziert haben.

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Chaosradioshow 1995

Die “Chaosradioshow” wurde 1995 von einem Joint-Hacker-Team des CCC-HH, dem FSK (Freies Sender Kombinat, HH), den Partyhackern von U-Site und dem Dschin Mixedmedia Collective produziert. An drei Tagen wurde parallel zum “Chaos Communication Congress 1995″ jeweils eine zweistündige Radioshow aus dem Studio des Offenen Kanal Hamburg gesendet. Es waren insgesamt fast hundert Leute an diesen Sendungen beteiligt. Im Studio befanden sich meistens zwischen fünf und fünfzehn Menschen an verschiedensten Reglern, Telephonen, Geräten und Mikrofonen. Wer sich heutzutage diese Sendungen anhört, bekommt einen guten Einblick in diese Szene und die Zeit kurz vor der Jahrtausendwende.

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Nana Petzet am einräumen

“Nana Petzet stellt seit etwa fünf Jahren ihre künstlerische Arbeit unter den Titel Sammeln Bewahren Forschen Abfallwiederverwertungssystem. Ausgehend von dem Recyclingsystem Grüner Punkt sammelt sie Verpackungsmüll.
Für ein|räumen inventarisiert sie ihre Sammlung vor Ort in der Kunsthalle.
Mit Hilfe des Computerprogramms HIDA MIDAS (Hierarchischer Dokument Administrator/Marburger Informations-, Dokumentations- und Administrationssystem) werden ihre eigenen Sammlungsobjekte und Fundstücke nach verschiedenen Merkmalen klassifiziert.
Die Registratur entspricht dem üblichen Vorgehen von Museumsleuten und Kunstwissenschaftlern, die mit diesem Programm täglich arbeiten. ”

räumen.org – Nana Petzet