Mikrofinanzierungsinstrumente in Deutschland – Auch Hartz-IV-Empfänger und gemeinnützige Organisationen können sich für solche Kredite bewerben!

“Als Mikrofinanz-Institutionen (engl. microfinance institutions) werden Organisationen bezeichnet, die finanzielle Basisdienstleistungen wie Kredite, Sparbücher oder Versicherungen auch Kunden zur Verfügung stellen, die von herkömmlichen Banken aus verschiedenen Gründen nicht bedient werden. Mikrofinanz ist daher ein wichtiges Instrument der Entwicklungspolitik.” Wikipedia

Während sich in den letzten Jahren die Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitssuchenden in Deutschland verschlechterten, wurden im gleichen Zeitraum einige Hürden für Geschäftsgründungen abgebaut: mittlerweile ist auch in Deutschland die Gründung einer “Ein-Euro-Gmbh” (auch “Mini-GmbH” genannt) möglich.  Das Genossenschaftsgesetz wurde ebenfalls mit dem Ziel reformiert, Genossenschaften den Start zu erleichtern: beispielsweise können künftig bereits drei Personen eine eingetragene Genossenschaft gründen.

Und es gibt mittlerweile auch in der BRD die “Mikrofinanzierung”, die nach dem Modell der Grameen-Bank in Bangladesh auch hierzulande Kleinkredite für Geschäftsgründungen oder -erweiterungen zur Verfügung stellt. Weiterlesen

Freifunk: ein interessantes Modell für selbstverwaltete Medien – Interview mit Professor Angelo Serpa aus Brasilien

Angelo Serpa aus Brasilien ist Professor an der Bundesuniversität Bahias (Universidade Federal da Bahia). Zur Zeit ist er Gastwissenschaftler (Post-Doktorand) im Geographischen Institut an der Berliner Humboldt-Universität. Jürgen Neumann von Freifunk-Berlin hat ihn zum Einsatz von freien/offenen Medien in Brasilien interviewt. Das Interview ist auf der Freifunkseite veröffentlicht.

Im Interview werde ich freundlicherweise kurz erwähnt: “… nach einer Idee von Frieder Bronner, von Openmedia hier aus Berlin, eine eigene Computerfabrik aufbauen, damit die Einwohner des Viertels selbst die Computer zusammensetzen. Das wäre vielleicht sinnvoller als alte Computer wieder aufzubereiten – vielleicht auch billiger…”

Freifunk für Brasilien

Des Teufels General

Speed - eine Gesellschaft auf Droge
Während Medien und Öffentlichkeit einen Krieg gegen das weit verbreitete, organische Cannabis und das darin enthaltene THC führen, haben sich so genannte “Designerdrogen” ihren festen Platz in der Leistungsgesellschaft erobert. Es wird fein unterschieden zwischen “guten” und “schlechten” Drogen, “sinnvollen” und “schädlichen”, “legalen” und “illegalen” Drogen. Eine Hauptkomponente dieses “Gut-Böse-Spiels” ist die Droge “Speed”, das synthetisch hergestellte “Amphetamin”, weil es in verschiedensten Versionen mal legal, mal illegal, als Medikament genauso wie als Spassdroge, oft mit Alkohol und anderen “harten” Drogen angeboten, angepriesen, verschrieben, massenhaft konsumiert wird. Wer beim Haschischrauchen erwischt wird, riskiert heute in der BRD den Führerscheinentzug. Auch deshalb wird Speed in Zeiten zunehmender Drogenkontrollen gerne konsumiert, weil sein Gebrauch nur schlecht nachweisbar ist. Das chemische Herstellungsverfahren garantiert außerdem stabile Billigpreise und massenhaften Nachschub. “Speed” ist ein Bestseller im Angebot der legalen und illegalen Pharmaproduzenten.

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“Die erste Fackel von 1936 war eine Schöpfung des Rüstungskonzerns Krupp”

Olympische Fackel, Aus Leni Riefenstahls “Olympia” Der olympische Fackellauf gerät zur Demonstration gegen “sportliche Friedensengel”! Dieser sogenannte Friedenslauf wurde in den letzten Tagen massiv von Exiltibeter-Innen und ihren Verbündeten gestört und die Flamme in Paris sogar gelöscht. Dadurch wurde zwar wenig für die weltweiten Menschenrechte oder die Rückkehr der Tibeter nach Tibet erreicht, aber die Propagandafunktion dieses Nazi-Rituals deutlich blossgestellt.

“Weder die antiken noch die neuzeitlichen Spiele Coubertins kannten den Fackellauf – es handelt sich vielmehr um Fascho-Kitsch.” (Berliner Zeitung, Lexikon, 25.03.2008). “Nach einer Idee von Carl Diem wurde der erste Fackellauf bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin von den Nationalsozialisten veranstaltet. ” (Wikipedia.de, 8.4.2008) “Der olympische Fackellauf ist eine Erfindung der Nationalsozialisten. Sie geht zurück auf Joseph Goebbels, Reichspropagandaminister. ” (die taz, 8.4.2008) “Am 20. Juli 1936 wurde das Feuer für Berlin in einer “Weihestunde” zwischen den Ruinen des antiken Olympia entzündet. ” (Berliner Zeitung, Lexikon, 25.03.2008).

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Chaosradioshow 1995

Die “Chaosradioshow” wurde 1995 von einem Joint-Hacker-Team des CCC-HH, dem FSK (Freies Sender Kombinat, HH), den Partyhackern von U-Site und dem Dschin Mixedmedia Collective produziert. An drei Tagen wurde parallel zum “Chaos Communication Congress 1995″ jeweils eine zweistündige Radioshow aus dem Studio des Offenen Kanal Hamburg gesendet. Es waren insgesamt fast hundert Leute an diesen Sendungen beteiligt. Im Studio befanden sich meistens zwischen fünf und fünfzehn Menschen an verschiedensten Reglern, Telephonen, Geräten und Mikrofonen. Wer sich heutzutage diese Sendungen anhört, bekommt einen guten Einblick in diese Szene und die Zeit kurz vor der Jahrtausendwende.

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Delays in Wi-Fi talks for S.F. frustrate Google executive

In an interview with The Chronicle, Chris Sacca, who leads Google’s special projects, voiced frustration with what he called the city’s slow negotiating style. Sacca said that talks to come up with a final contract have advanced little since they started and that officials have made unreasonable demands, including a request for free computers and a share in revenues.

“Every meeting is like the first,” he said.

Sacca’s criticisms are the first by Google about the city’s oversight. Initially, officials said the wireless Internet network would be built by the end of the year, but the city now says the service will be delayed at least until 2007.

Delays in Wi-Fi talks for S.F. frustrate Google executive

Ein Argentinier will ein globales Netz billiger WLAN-Internetzugänge stricken.

Berliner Zeitung, 8.7.2006, Thomas H. Wendel

Die spanische Firma Fon will ein globales Netz von drahtlosen Internetzugängen (“Hotspots”) schaffen. Diese öffentlichen Funkzellen funktionieren auf Grundlage der WLAN-Technik und decken maximal eine Empfangsgebiet von 100 Metern um den Sendestandort ab. Fon unterscheidet dabei zwischen drei Mitglieder-Typen, die unterschiedlich behandelt werden:

Der “Linus” ist benannt nach dem Entwickler des freien Computer-Betriebssystems Linux, Linus Torvalds. Linus- Kunden sind freigiebig. Sie erlauben allen anderen “Foneros”die Mitnutzung ihres Internetzugangs. Dafür dürfen sie im Gegenzug über alle anderen Fon-Hotspots weltweit kostenlos surfen oder per Web telefonieren.

Der “Alien” ist ein Fremder im Netz. Er hat keinen eigenen Hotspot bereit gestellt. Er nutzt nur die WLAN-Zugänge der Fon-Mitglieder und muss dafür dann aber zahlen. Die Einnahmen gehen an Fon oder an Mitglieder der dritten Kategorie, die “Bills”.

“Bill” stellt seinen Hotspot zwar zur Verfügung, will dafür aber Geld sehen. Es wird gemunkelt, der Namenspate für diese Geld-fixierte Spezies sei Microsoft-Gründer Bill Gates. Offiziell leitet Fon jedoch “Bill” vom englischen Wort bill (Rechnung) her.

Textarchiv : Berliner Zeitung : TELEKOMMUNIKATION / “EasyJet des Datenfunks” / Ein Argentinier will ein…

FON.com